Sonntag, 6. Mai 2012

No need for fucking Heroes, I'm my own Saver.




Sometimes I hate the Life I made. Everything is wrong everytime.
Pushing on... I can't escape everything that comes my Way. Haunting
me.. taking its sweet Time. Holding on... I'm lost in a Haze. Fighting
like to the End of my Days. Don't wanna be rude, but I have to. Nothing
is good about the Hell you put me through. I just need to look around...




___________________________________________________________________________________________


Ich hielt dich immer für das rettende Ufer. Das sichere Land. Ich dachte immer, du könntest mich retten. Vor dem Ertrinken. Ich schwimme. Ich schwimme irgendwo da draußen rum, in diesem riesigen, tiefen Tränenmeer, das ich "mein Leben" nenne. Irre zwischen Strömungen und Strudeln umher - wirr, ziellos, ohne Pause. Überall peitschen mir Wellen entgegen. Ich schmecke salziges Wasser in meinem Mund. Es schmeckt faul. Nach Tod. Die Aasgeier ziehen schon genüsslich ihre Kreise über mir. Beobachten mit gierigen Augen jeden Schwimmzug. Hoffen darauf, dass ich bald untergehe, aufgedunsen an der Wasseroberfläche treibe und sie mir das Fleisch von den Knochen picken können. Meine Kräfte schwinden. Fließen mir buchstäblich wie Wasser durch die Finger. Mir wird schwindelig. Und etwas zieht an mir. Zieht an meinen Beinen, zieht mich in die schwarze Tiefe der See. Immer tiefer. Die Wassermassen drücken auf mich ein, auf meinen Körper. Ich platze fast. Das rettende Ufer war so verdammt nah! Ich dachte immer, du wärst es. Aber das war falsch. In Wirklichkeit bist du dieser gottverdammte Anker an meinem Fuß, der mich dem Seemannsgrab gefährlich nahe bringt.
Ich schüttle dich ab. Für immer. Ich hab dich wirklich abgeschüttelt. Keine Einbildung, kein Scheiß. Ich hab dich tatsächlich abgeschüttelt. Ich schwebe zurück an die Oberfläche, fühle die heiße Sonne auf meine salzige Haut strahlen. Fühle sie meine Haut verbrennen, fühle mich rot werden, fühle mich schwimmen, schwimmen, immer weiter schwimmen. Der weiße Sandstrand ist nah. Ich habe aufgehört, meine rettenden Inseln in schönen Männeraugen zu suchen; sie in unergründlich tiefen, mysteriösen Blicken finden zu wollen. Du warst nicht diese wunderschöne Südseeinsel, mit dem azurblauen Meer und den grünen Palmen. Und auch kein Anderer ist das. Keiner wird mich vorm Ertrinken retten. Ich muss schwimmen. Durch mein Leben. Diese Insel, das bin ich. Ich werde ihr Ufer immer wieder erreichen. Ganz sicher. Aber vorsichtshalber nehm ich mir beim nächsten Planschen im großen Haifischbecken Schwimmflügel mit.

Kommentare:

londonvintage hat gesagt…

der Text ist super geschrieben <3

Fräulein.Kunterbunt hat gesagt…

Liebes, wir haben es geschafft.
Wieder einmal, denn auch du bist viel stärker, als der ganze Mist, der scheinbar so brutal auf dich einschlägt.
Denk immer daran...es ist keine Schande zu fallen und auch nicht eine Weile im Dreck zu liegen. Aber wir sind Sonnenkinder! Irgendwann stehen wir auf, wischen den Dreck von den Knien und lachen all die dunklen Gestalten um uns herum aus.

Jacky Vifer hat gesagt…

Wahnsinnig guter Text mal wieder <3

Gedankenflüge hat gesagt…

Mit dem Text hast du dich diesmal fast selbst übertroffen.
Und ich bewundere dich so und gleichzeitig freue ich mich für dich. Dass du dich nicht unterkriegen lässt und es geschafft hast dich von allem zu befreien, was dich in der Hinsicht belastet hat. Finde ich so toll!

nyiloveyou hat gesagt…

Ach, ich kann mich auch bei unwichtigen Dingen wunderbar unter Druck setzen ;) Aber ja, es wird am Ende immer alles gut :) Manchmal auch schon zwischendurch und mittendrin

Zur Frisur: Also wenn du nen Bauernzopf flechten kannst, ist es ganz simpel, bedarf nur etwas gewöhnung. Ich hab den Kopf vornüber geworfen, gekämmt, dann vom Nacken an geflochten, mit nem Clip festgesteckt und nen lockeren Dutt gemacht :)

Gedankenflüge hat gesagt…

Hey,
kein Problem, ich kenne das. Ich hab im Moment selbst viel Stress im Studium, man kommt dann fast zu nichts anderem.
Ich hoffe auch, dass bei mir endlich mal dieser Cut kommt, dieses Begreifen, dass er eh nicht gut für mich war und ich froh sein kann wieder frei zu sein.
Das lässt allerdings im Moment noch auf sich warten.
Vielen Dank übrigens auch für deine Kommentare. Die sind immer so aufbauend und ermutigend. ♥