Montag, 27. Februar 2012

Homecoming.



"I've lost all Direction. I've lost all my Direction. And now I wish that I would have
believed, could have believed. Escape, escape Nature's indifferent Hand. Retreat,
retreat to the bliss of our Creation. We were born and raised to live beyond the Heft
and Weight of a World undone. Like a Bird from the North our Hearts will roam in
Search of Warmth. In the Mind of every Man two Ghosts dance."



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I'm back, Baby. Ja wirklich, ich bin wieder zu Hause. Unglaublich, wie diese zweieinhalb Jahre in Hannover vergangen sind. Rasend schnell. Ich bin in Tränenmeeren fast ertrunken, durch fremde, dunkle, stickige Clubs und Bars gestolpert, in die Arme und auf die Münder hübscher Männer gefallen, habe Freundschaften geschlossen, gelernt, andere Menschen zu hassen, hab mich in beschmierten Gassen verirrt und wurde vom Glanz der High Society geblendet. War armer Student, reicher Student, hab niedersächsische Städte abgeklappert, mich unsterblich in Hamburg verliebt und den Norden als absolut eingefleischter Süddeutscher kennen und letzten Endes auch mögen gelernt. Hab es oft verflucht da oben bei den kühlen Nordlichtern und rückblickend doch heraus gefunden, dass sie gar nicht so kühl sind. Es wird mir alles so sehr fehlen. Das bunte Treiben, die Anonymität.
Grauenhaft, wie krampfhaft ich geweint habe, als ich gestern ins Auto stieg und gen Heimat fuhr. Ich mag Abschiede nicht, selbst dann nicht, wenn ich weiß, dass sie nicht für immer sein werden. Trotzdem spürte ich Beklemmung in meiner Brust. Meine Eltern, die mir beim Umzug halfen, waren alles andere als begeistert nach meiner Eröffnung, mich für den Master in Hamburg bewerben zu wollen. Wieder am anderen Ende Deutschlands. Wieder eine Tagesreise via Auto von daheim entfernt. Ja, natürlich ist das weit, natürlich ist das lang. Aber ich denke, letzten Endes kommt es nicht darauf an, ob man nah an der geliebten Heimat ist, sondern ob man sich wohl fühlt, da wo man nunmal ist.
Unter'm Strich hatte ich eine tolle Zeit in Hannover und bin doch tatsächlich von der allgäuerischen Landpommeranze zum Großstadtmenschen mutiert. Dennoch werde ich mir hier in meiner innig geliebten und schmerzlich vermissten Heimat eine 8-monatige Pause gönnen. Werde viel mit meinen alten Freunden unternehmen, snowboarden gehen.. und ihn wieder treffen. Gott, habe ich Angst davor! So schrecklich Angst! Aber diese tristen Gedanken schiebe ich gerade ganz gut vor mir her. Zunächst ergötze ich mich erneut an dem Anblick, der sich mir bietet, wenn ich um 9 Uhr morgens aus meinem Fenster blicke. Winterwonderland, you got me back.

Kommentare:

Mary hat gesagt…

Hey, hab dich über den Blogthread bei KK gefunden. Wirklich toll <3

nyiloveyou hat gesagt…

Oh danke, das freut mich gerade total :) Bin immer so selbstkritisch ;)

ordinarysecrets hat gesagt…

Kreative Pause ist auch genau der richtige Begriff ums zu beschreiben, da hast du Recht.

Wie lang bleibst du nun zuhause? Du kommst rum, erst der Norden dann wieder der Süden :D Hast du schon was von ihm gehört oder wirst du dich bald melden? Haha ja das glaube ich, dass deine Freunde sich um dich reißen, du warst immerhin ganz schön weit und lange weg! :D
Ohne PC, schrecklich :O Aber du hast ja eh genug auszupacken etc oder :)

Berlin war megaaa und das Piercing tat natürlich nicht weh :) Shoppen warn wir auch und abends noch weg, aber ich glaub so im Osten könnt ich nicht wohnen. Wir waren ja in Frankfurt/Oder zum Übernachten und das ist iwie die hässlichste Stadt die ich je gesehn hab :D
Mir gehts eigentlich gut ich hab nur etwas Schiss weil das Abi näher rückt aber naja, wird schon schiefgehen, ich denk da meist positiv. :)

Hoffe du überstehst den Umzugsstress und kannst dich schnell wieder zuhause einfinden:)

nyiloveyou hat gesagt…

<3 sowas tut mal gut zu hören. danke